Kurzsichtigkeit Behandlung

Was ist eine Myopie

Die Kurzsichtigkeit (Myopie) ist die häufigste Sehstörung des jugendlichen Auges.
Wegen eines zu langen Augapfels liegt der optische Brennpunkt vor der Netzhaut.
Daher werden weit entfernte Objekte unscharf, nah gelegene dagegen scharf abgebildet.

Die Rate der Kurzsichtigkeit (Myopie) nahm in den letzten Dekaden weltweit zu. Ursache ist hauptsächlich ein geändertes Seh-, Lern- und Freizeitverhalten.

Kurzsichtigkeit entwickelt sich bei Kindern, wenn der Augapfel übermäßig stark wächst.
Zwar gilt Myopie an sich nicht als Krankheit, sie ist aber ein Risikofaktor für viele spätere Erkrankungen wie Grüner Star, Grauer Star, Makuladegeneration und Netzhautablösung.

Atropin bremst Fortschreiten der Kurzsichtigkeit beim Kindern

Atropin wurde früher aus der Tollkirsche gewonnen.
In der Augenheilkunde setzt man es in einer Konzentration von einem Prozent ein, um den Augenmuskel vor einer Augenuntersuchung vorübergehend zu lähmen und die Pupille weitzustellen.

Kurzsichtigkeit entwickelt sich bei Kindern, wenn der Augapfel übermäßig stark wächst. Atropin bremst dieses Wachstum.
Gegen Kurzsichtigkeit hat sich eine Konzentration von 0,01 Prozent als sehr effektiv herausgestellt.
Diese Dosis beeinflusst die Akkomodation kaum, weil die Pupille nur um einen Millimeter weiter gestellt wird.
Alle anderen bekannten Nebenwirkungen von Atropin wurden nicht festgestellt. 

Für die Atropin-Therapie kommen Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren in Frage,bei denen die Kurzsichtigkeit pro Jahr um mindestens eine halbe Dioptrie zunimmt. 

Wie soll die Therapie durchgeführt werden?

Wichtig ist, dass die Augentropfen genau nach Anweisung 1-mal abends verwendet werden und die Therapie über einen Zeitraum von 2 Jahren konsequent weitergeführt wird.
Der Effekt des Präparates auf das Längenwachstum des Auges können wir mittels optischer Vermessung genau kontrollieren (optische Biometrie). Wir empfehlen diese Messung jährlich durchzuführen.

 

Bislang ist Atropin in Deutschland nicht für die Behandlung von Myopie zugelassen,  sondern nur eine sogenannte Off-Label-Therapie möglich. Die Kosten werden nicht erstattet. Außerdem müssen die Atropintropfen in der entsprechenden Konzentration in speziellen Apotheken gemischt werden.

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