Keratokonus

Bei der Krankheit Keratokonus handelt es sich um eine Vorwölbung der Hornhaut.
Das Sehen ist verzerrt und die Sehschärfe verschlechtert sich. Es kommt zur Kurzsichtigkeit. Zusätzlich kann es zu einer erhöhten Licht- und Blendempfindlichkeit kommen.
Keratokonus ist eine Bindegewebsschwäche der Hornhaut, die aufgrund ihrer Elastizität im Laufe der Jahre immer dünner wird und sich kegelförmig nach vorne ausbeult. In der Regel ist Keratokonus erblich bedingt und tritt zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr auf.

Die Erkrankung Keratokonus wird in vier Stadien eingeteilt

Stadium 1
  • exzentrische Hornhautversteilung
  • induzierte Myopie und/oder Astigmatismus von ≤ 5D
  • Hornhautradien ≤ 48D
  • Vogtsche Linien, keine Narben
Stadium 2
  • induzierte Myopie und/oder Astigmatismus von > 5D bis ≤8D
  • Hornhautradien ≤ 53D
  • keine zentrale Hornhautnarben
  • Hornhautdicke ≥ 400 µm
Stadium 3
  • induzierte Myopie und/oder Astigmatismus von > 8D bis ≤10D
  • Hornhautradien > 53D
  • keine zentrale Hornhautnarben
  • Hornhautdicke 200-400 µm
Stadium 4
  • Refraktion nicht messbar
  • Hornhautradien > 55D
  • zentrale Narben
  • Hornhautdicke ≤ 200 µm

Ursachen

Vermutlich handelt es sich bei einem Keratokonus um eine Störung zwischen den Kollagenmolekülen des bindegewebigen Stützgerüstes der Hornhaut, die zu einer geringeren Vernetzung des Kollagens und somit zu einer reduzierten biomechanischen Stabilität der Hornhaut führt. Die Ursachen sind vielschichtig und noch nicht ganz geklärt. Für eine genetische Vorbelastung spricht, dass er oft familiär gehäuft auftritt. Auch immunologische Faktoren können eine Rolle spielen. Sicher ist bislang jedoch nur, dass heftiges und häufiges Reiben der Augen über Jahre hinweg, zum Beispiel bei Allergikern, einen hohen Risikofaktor darstellt für die Entstehung eines Keratokonus. Auch eine Schilddrüsendysfunktion könnte eine Ursache sein.

Behandlung

Im Anfangsstadium der Erkrankung kann die Hornhaut operativ versteift werden. Bei dem als UVA-Riboflavin-Crosslinking bezeichneten Verfahren werden die Kollagenfasern des Hornhautbindgewebes mit Hilfe von UVA Licht quervernetzt und die Hornhaut auf diese Weise verfestigt.  Im fortgeschrittenen Stadium kann nur noch eine Hornhauttransplantation Abhilfe schaffen.

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